Der Sicherheitsausschuss der chinesischen Provinz Hunan hat am 24. Mai 2026 einen offiziellen Aktionsplan veröffentlicht, der detailliert festlegt, unter welchen Bedingungen die Feuerwerkskörperproduktion in der Region nach der Fabrikexplosion in Liuyang Anfang Mai wieder aufgenommen werden kann.
Das Dokument bezieht sich direkt auf die besonders schwere Explosion in Liuyang am 4. Mai, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen und die die Behörden zu einem praktisch vollständigen Stillstand der pyrotechnischen Fabriken in der Region veranlasste. (Vorgeschichte: Explosion)
Laut den chinesischen Behörden sind aufgrund der „schmerzhaften Lehren” der Ereignisse künftig strengstmögliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Eines der wichtigsten Elemente der neuen Verordnung ist der sogenannte „Null-Toleranz”-Grundsatz:
- sofern auch nur eine einzige vorgeschriebene Sicherheitsbedingung fehlt, darf das betreffende Werk nicht wieder in Betrieb genommen werden.



In Zukunft wird die kontinuierliche Video- und KI-gestützte Überwachung des gesamten Fabrikareals obligatorisch sein. Das System muss:
Die Daten müssen mindestens 30 Tage lang gespeichert und in Echtzeit an das staatliche Aufsichtssystem übermittelt werden.
In den Fabriken wird die Verwendung von Gesichtserkennungssystemen für den Zugang obligatorisch sein.
An den Eingängen werden digitale Anzeigen angezeigt:
Die Überschreitung der festgelegten Personengrenze ist verboten.
Gefährliche Rohstoffe werden ebenfalls einer verstärkten Kontrolle unterzogen.
Der Erwerb von Schwarzpulver und Zündschnüren darf nur mit Genehmigung einer staatlichen Aufsichtsbehörde erfolgen und:
Im Rahmen des neuen Systems ist jedes Werk verpflichtet, ein anonymes Meldesystem einzurichten.
Mitarbeiter können eine Prämie erhalten, wenn:
Die Wiederinbetriebnahme der Fabriken kann nicht automatisch erfolgen. Das Genehmigungsverfahren:
Darüber hinaus führen die Provinzbehörden stichprobenartige Kontrollen in den Betrieben durch.
Das Dokument sieht schwerwiegende Konsequenzen für Regelbrecher vor.
Strafverfahren kann eingeleitet werden:
Die neue Regelung zeigt deutlich, dass die Behörden in Zukunft eine strengere Kontrolle über eine der größten chinesischen Feuerwerksherstellungsregionen der Welt ausüben wollen als je zuvor.